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gezeiten

Eine allgemeine Aussage zum das Gezeitengeschehen an der Adria lautet, dass es in weiten Teilen vernachlässigt werden kann.
Dies trifft jedoch NICHT für alle Gebiete zu.
An den "Enden" des Mittelmeers, die Küste in Slowenien, im Norden Kroatien und die Lagunen Italiens sind Wasserstandsänderungen zu beachten. Eine hohe Tide kann sich mit einem ausgeprägten Südwind (Yugo) überlagern, was zu Überspülungen von Stegen oder sogar Überflutungen von Landflächen führen kann.

Selbst ein "normales" Gezeitengeschehen kann zu Schäden führen, wenn die Gangway runterschutscht und unbemerkt an den Schiffsrumpf scheuert.
Binnenmeere wie das Mittelmeer haben überlagerte Gezeiten-Strömungen. Sie sind über die Meerrenge von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Die Trägheit der Wassermassen erzeugt mit zu- und abfließenden Strömungen eine andere Gezeitencharakteristik wie bei atlantischen Küstenorten.
Die Gezeiten werden zu der sog. Kartentiefe hinzu gerechnet. Das Bezugsystem der Kartentiefe/Kartennull ist hier zu beachten. Die meisten Seekarten der Adria/Mittelmeer beziehen sich auf das Mittlere Spring Niedrig Wasser ( MSpNW, englisch MSpLW ).

Wo müssen Gezeiten auf der Noradria besonders beachtet werden?

  • Slowenien: Koper | Izola | Piran | Portoroz - Leinen, Fender, Passarella anpassen
  • Italien: alle Häfen ab Venedig nördlich bis San Rocco - Zufahrten! zu Marinas/Häfen und Ankerplätzen in Lagunen
  • Kroatien, insbes. Istrien: Alle Häfen - Leinen, Fender, Passarella anpassen

 

Wasserstandsänderungen in Izola

  • Astronomische Tide: über 120 cm möglich
  • Wetterabhängige Änderungen: zusätzlich über 100 cm möglich (z.B. bei langanhaltenden starken Yugo)

Links: tidechart | tideforecast

 

Ebbe und Flut Izola, Slovenia
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